Die dicksten Baumstämme in Deutschland erreichen beeindruckende Durchmesser, je nach Baumart und Alter. Die stärksten Bäume sind oft alte, naturgeschützte Exemplare, die über Jahrhunderte gewachsen sind.
Die tausendjährige Eiche von Reith bei Edelsfeld (Bayern): Dieser Baum hat einen Stammumfang von etwa 14,50 Metern, was einen Durchmesser von ungefähr 4,6 Metern ergibt. Ferner kennen wir die dicke Marie (Berlin): Diese über 800 Jahre alte Eiche hat einen Stammumfang von etwa 6,60 Metern (Durchmesser ca. 2,1 Meter). Oder auch die Ivenacker Eichen (Mecklenburg-Vorpommern): Eine der stärksten Eichen hat einen Umfang von etwa 11 Metern (Durchmesser ca. 3,5 Meter).
Die Maße variieren je nach Messhöhe (zum Beispiel Brusthöhe oder Basis des Stamms). Solche Giganten sind selten und stehen oft unter Naturschutz.
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Der Wolf ist zweifelsohne ein faszinierendes Raubtier und in vielen Regionen Deutschlands seit der Jahrtausendwende ein fester Bestandteil des Ökosystems. Entgegen der Meinung vieler Wolfsfreunde kann der Wolf allein die Probleme eines zu hohen Wildbestandes nicht lösen. Ursächlich hierfür ist u.a. die Populationsdynamik des Wolfes. Wölfe benötigen große Territorien (100–300 km² pro Rudel). In Gebieten mit hohem Wildbestand können nur begrenzt viele Wölfe leben, da sie sich gegenseitig nicht tolerieren. Der Aufbau einer stabilen Wolfspopulation dauert Jahre, und ihre Vermehrung ist begrenzt. Daher kann die Anzahl der Wölfe oft nicht schnell genug auf eine stark wachsende Wildpopulation reagieren.
Die Bevorzugte Nahrung des Wolfes sind leicht zu erlegende Beutetiere, oft junge, kranke oder alte Tiere. Das hilft, die Gesundheit der Wildbestände zu verbessern, reguliert aber nur marginal deren Gesamtzahl.
In Mitteleuropa bevorzugen Wölfe Rehe und Rotwild, während Schwarzwild weniger stark bejagt wird, da diese wehrhaft und schwerer zu erlegen sind.
Klimabedingt gibt es nahezu überall ein Überangebot an Nahrung für Wildtiere; dies sorgt trotz Wolf für hohe Wilddichten.
Nahezu überall kommt es in der Landwirtschaft zu Übergriffen durch Wölfe – sie greifen trotz hohem Wildbestand Nutztiere an, was zu Konflikten mit Landwirten und Nutztierhaltern führt. Diese Konflikte schränken die Akzeptanz des Wolfes nicht zu Unrecht ein.
Ohne Einschränkung ist die Jagd das wichtigste unabdingbare Werkzeug, um Wildbestände zu regulieren und einen klimastabilen Wald zu gewährleisten. Wölfe können das Problem nicht so lösen, wie es menschliche Jäger können.
Der Wolf kann Wildbestände auf natürliche Weise beeinflussen und gesund erhalten, aber sie sind keine “Allheilmittel” für ein Überpopulation-Problem. Eine effektive Lösung erfordert ein Zusammenspiel von natürlicher Raubtierregulation, menschlichem Wildmanagement und ökologischen Anpassungen, um langfristig ein Gleichgewicht zu erreichen.

Der Dauerwald und der Altersklassenwald sind zwei völlig konträre Bewirtschaftungsformen der Waldwirtschaft, die jeweils andere Ziele und Vorgehensweisen verfolgen. Der Dauerwald zeichnet sich durch eine kontinuierliche Waldbewirtschaftung aus, bei der keine Kahlschläge durchgeführt werden. Ziel ist es, einen naturnahen, mehrschichtigen Wald zu fördern, in dem Bäume unterschiedlichen Alters und verschiedener Arten nebeneinander wachsen. Im Dauerwald wird selektiv geerntet, indem einzelne Bäume oder kleinere Gruppen entnommen werden, während die Struktur des Waldes als Ganzes erhalten bleibt, man könnte es als Cherry picking bezeichnen! Diese Methode unterstützt die Bodenfruchtbarkeit, erhöht die Resilienz gegen Schädlinge und Stürme und fördert die Biodiversität. Dauerwaldwirtschaft eignet sich gut, um Wälder ökologisch nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich zu nutzen.
Der Altersklassenwald wird in gleichaltrigen Beständen bewirtschaftet, oft mit nur einer oder wenigen Baumarten. Hier erfolgt die Bewirtschaftung meist in festen Umtriebszeiten: Die Bäume werden in einem bestimmten Alter in einem Kahlschlag geerntet und danach großflächig neu aufgeforstet. Diese Methode führt zu einem einheitlichen Altersaufbau, bei dem der Wald in gleichaltrigen Schichten heranwächst. Der Altersklassenwald wird vor allem für die industrielle Holzproduktion genutzt, da er eine gleichmäßige Versorgung mit Holz gewährleistet. Diese Bewirtschaftungsform kann jedoch die ökologische Vielfalt einschränken und ist anfälliger für Schädlinge und Sturmereignisse.
Zusammengefasst kann man sagen, das der Dauerwald naturnah, vielfältig in Struktur und Art, nachhaltig und resilient ist. Der Altersklassenwald hingegen gleichaltrig, oft monokulturell, ertragsorientiert und weniger ökologisch stabil ist. Beide Bewirtschaftungsformen haben Vor- und Nachteile, je nach wirtschaftlichen Zielen und ökologischen Anforderungen – Gewinner ist aber fast immer der Dauerwald!
Bekanntlich sind Verbissgutachten im Forstwesen essenziell, da sie helfen, den Einfluss von Wildtieren auf die Vegetation zu bewerten. Diese Gutachten analysieren u.a., wie stark Pflanzen durch Wildverbiss geschädigt werden. Der Zweck besteht darin, den Zustand und die Zukunft der Naturverjüngung zu sichern und nachhaltig zu gestalten. Ziel ist eine nachhaltige Naturverjüngung ohne Gatter und Zäune und idealerweise Aufzucht ohne Schutzhüllen. Ein zu hoher Verbiss führt dazu, dass bestimmte Baumarten – besonders die wirtschaftlich wichtigen – nicht ausreichend nachwachsen, was langfristig die Waldbestände und deren Biodiversität gefährdet. Ferner zeigen solche Gutachten im Detail, welche Baumarten besonders stark betroffen sind. So können Forstwirte gezielt Maßnahmen ergreifen, um eine ausgewogene Artenvielfalt zu fördern und das ökologische Gleichgewicht im Wald zu bewahren.
Was wirklich hilft? Wildbestandsregulierung; eigentlich ganz einfach! Wenn zu viel Verbiss auftritt, deutet dies meist auf eine zu hohe Wilddichte hin. Die Ergebnisse der Verbissgutachten können daher als Grundlage dienen, um Abschusspläne zu optimieren und eine Balance zwischen Wildbestand und Waldwachstum herzustellen. Abschusspläne ohne eine solche Analyse basieren auf Benchmarks die das individuelle Habitat überhaupt nicht berücksichtigen.
Auch die langfristige Forstplanung auf der Eigentümerseite braucht Verbissgutachten. Verbissgutachten helfen, die Bewirtschaftung des Waldes besser zu planen — werden Schäden frühzeitig erkannt, können geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Insgesamt sind Verbissgutachten also ein wichtiges Instrument, um die Gesundheit und Stabilität des Waldes zu gewährleisten und eine nachhaltige Forstwirtschaft sicherzustellen. Verbissgutachten sind ein unverzichtbares Monitoring- und Steuerungsinstrument für ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis. Besonders wichtig ist, das diese Gutachten in regelmäßig wiederkehrenden Intervallen erstellt werden, um etwaige Änderungen nachvollziehen zu können.

Jeder mag da seine eigene Sicht der Dinge haben aber ich halte den Einsatz von Drohnen bei der Jagd aus ethischen, ökologischen und tierschutzrechtlichen Gründen für äußerst problematisch und sehe ein Verbot, wie es das Landesjagdgesetz in Mecklenburg Vorpommern hat, für dringend notwendig. Meiner Meinung nach sollten Drohnen ausschließlich für die Kitzrettung erlaubt sein; hier leisten Drohnen-Piloten jedes Jahr hervorragende Arbeit und retten unzähligen Kitzen das Leben. Auch bei der Evaluation von Wildbeständen kann die Drohne eine große sinnvolle Hilfe sein.
Doch bei der normalen Jagdausübung sollte hier ein stricktes Verbot auf Bundesebene unser aller Ziel sein — Drohnen bieten einen unfairen Vorteil, da sie Wildtiere mühelos aus der Luft verfolgen und lokalisieren können, was zu einer mehr als unethischen Jagd führt. Nur weil der ein oder andere Jäger auf natürliche Weise “nichts an den Boden bekommt” müssen wir nicht deren Unfähigkeit durch Hightech wettmachen. Der Entwurf für das neue Jagdgesetz in Rheinland-Pfalz sieht aktuell leider kein allgemeines Verbot für Drohnen bei der Jagdausübung vor. Warum nicht? Wieso hat man dieses wichtige Thema nicht berücksichtigt?

Nicht zuletzt durch den Klimawandel nimmt die Anzahl an Kalamitätsflächen auch in unserer Region immer mehr zu. Das heimische Schalenwild, allen voran das Rehwild findet in diesen Brombeer-Höllen ideale Bedingungen vor. Die Jagd von Ansitzleitern, Böcken und Kanzeln aus wird zunehmend schwieriger. Die Jagdeinrichtungen müssen aufwendig vor Ort gebracht und aufgestellt werden und nach wenigen Monaten sind sie durch die Naturverjüngung nicht mehr optimal zu nutzen. Auch das Wild versteht schnell, dass von den klassischen Jagdeinrichtungen eine Gefahr ausgeht und meidet diese.
Eine Lösung kann hier der Klettersitz/ Treestand (ursprünglich von den Bogenschützen in den USA genutzt) sein. Die Dinger sind bei der Jagd besonders genial, weil sie dem Jäger einige entscheidende Vorteile bieten, die klassische Hochsitze oder Ansitzleitern nicht haben:
a) Die Mobilität: Mit einem Klettersitz ist der Jäger flexibel und kann seinen Standpunkt schnell wechseln. Das ist ideal, um sich an das Wild anzupassen und die besten Positionen auszunutzen.
b) Leise und unauffällig: Da der Klettersitz in der Regel am Baum befestigt und hochgezogen wird, ist er leiser als viele herkömmliche Hochsitze. Durch die Höhe ist der Jäger zudem besser versteckt und hat eine geringere Wahrscheinlichkeit, von Tieren entdeckt zu werden.
c) Höhenverstellbarkeit: Mit einem Klettersitz kann der Jäger die Höhe je nach Situation und Gelände anpassen, was eine größere Sichtweite und optimale Schusswinkel ermöglicht.
d) Einfache Montage: Klettersitze sind leicht zu transportieren und einfach am Baum zu montieren. Sie sparen Zeit und Aufwand im Vergleich zum Aufbau eines Hochsitzes.
e) Komfort: Moderne Klettersitze sind ergonomisch gestaltet und oft gepolstert, was den Jägern auch bei längeren Ansitzen Komfort bietet.
Insgesamt kombiniert der Klettersitz Mobilität und Komfort, was ihn zu einem optimalen Begleiter für flexible und effiziente Jagdmethoden macht.
Mit Schreck stellt man nach ein wenig Recherche fest, dass Deutschland in Sachen Wildfleisch als Nettoimporteur bezeichnet werden kann; soll heißen es wird nicht wenig Wildfleisch aus Ländern wie Argentinien, Australien etc. nach Deutschland importiert. Macht das Sinn? In Deutschland wurden im Jagdjahr 2022/2023 etwa 398.000 Stück Schwarzwild, 1,1 Millionen Rehe und ca. 148.000 Stück Rot- & Damwild erlegt (Jagdstatistik des Deutschen Jagdverbandes). Macht es da wirklich Sinn, in der anstehenden Weihnachtszeit Wild beim Discounter vom anderen Ende der Welt zu kaufen? Nicht wirklich, oder? Nahezu jedes Forstamt (https://www.wald-und-holz.nrw.de/shop/wildfleisch) biete saisonal erstklassige Wildspezialitäten aus heimischen Wäldern an; alternativ einfach den lokalen Jäger ansprechen — die beißen nicht!
Seit den massiven Trockenschäden und Kalamitäten stellen immer mehr Waldbesitzer und Jagdgenossen die Frage, wie sie die Wiederbewaldung ihrer Flächen erreichen und den wirtschaftlichen und ökologischen Ruin verhindern können. In dieser Tagung für betrachten wir das Thema “Eigenbewirtschaftung” aus verschiedenen Blickwinkeln.
Beispiele aus der Praxis, Handlungsoptionen, Erfahrungsberichte, Austausch und eine Exkursion in ein eigenbewirtschaftetes Revier. Programm:
Veranstalter: Ökologsicher Jagdverein NRW, Gemeindewaldbesitzerverband NRW, Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft NRW, Deutscher Forstverein NRW
—————————————-VORTRÄGE——————————————–
Erfordernisse an die Jagd im Klimawandel
Dr. Ralf Petercord (Ministeriumfür Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW; Abteilung Waldbau, Klimawandel im Wald, Holzwirtschaft)
Wechsel in die Eigenregiebejagung — Führen Sie Regie!
Uli Osterheld (Geschäftsführer ProJagdkonzept)
Regiejagd im Baukastensystem? Beispiele aus Südddeutschland
Luisa Kurzenhäuser (Hochschule Forst Rottenburg)
Jagd in die eigenen Hände nehmen. Beispiele aus NRW
Frank Christian Heute (Wildökologie-Heute), Gabriel von dem Bussche (Forstbetrieb Schloss Neuenhof)
Aus der Praxis: Regiebejagung in Wingenbach und Burbach
Torsten Dörmbach (Dipl.Ing Wald und Forstwirtschaft FH, Jagdgenossenschaft Wingenbach), Christopher Förster (Waldgenossenschaft Burbach).
Exkursion in die Waldflächen der Jagdgenossenschaft Wingenbach (mit Bustransfer)
ENDE 16.30 Uhr
Rückkehr zum Tagungsort: gegen 16.45 Uhr
Die Teilnahme und Bustransfer sind kostenlos.
Tagungsgetränke und Mittagsimbiss gegen freiwilligen Obolus.
Auch dieses Jahr hat es in Deutschland und vor allem in Ost-Deutschland wieder große Waldbrände gegeben. Bekanntlich spielt der Klimawandel hier eine entscheidende Rolle bei der Verschärfung der Waldbrandgefahr. Höhere Temperaturen und längere Trockenzeiten führen dazu, dass sich Brände schneller ausbreiten und schwerer zu kontrollieren sind. Ein spannendes Forschungsteam, bestehend aus acht Verbundpartner verschiedener Disziplinen arbeitet bei PYROPHOB zusammen an diesem Thema. Auf verbrannten Waldflächen erforschen sie in einem riesigen “Freilandlabor” die Auswirkungen des Feuers auf das Ökosystem. Mega spannend, wie ich finde: https://www.pyrophob.de/