Andreas Zingsheim — Forst, Jagd und nachhaltiger Waldumbau in der Nordeifel
Mein Name ist Andreas Zingsheim. Seit über zehn Jahren lebe ich in der Nordeifel, in der Gemeinde Nettersheim — einer Region, die durch ihre naturnahen Wälder, vielfältigen Landschaften und eine außergewöhnliche Artenvielfalt geprägt ist. Die Wälder der Eifel und die enge Verbindung zwischen Mensch, Wald und Wild entsprechen in besonderer Weise meiner persönlichen und jagdlichen Überzeugung.
Meine Familie ist seit mehreren Generationen in der Eifel verwurzelt. Diese regionale Verbundenheit prägt meinen Blick auf Natur und Landschaft. Für mich ist der Wald nicht nur ein Wirtschaftsraum, sondern ein komplexes Ökosystem, das gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, Erholungsraum für Menschen und Grundlage einer nachhaltigen Nutzung ist.
Seit fast zwei Jahrzehnten besitze ich den Jagdschein und bin nahezu ebenso lange als Hundeführer im Jagdwesen aktiv. Die Arbeit mit Jagdhunden ist für mich ein wesentlicher Bestandteil einer verantwortungsvollen Jagdausübung. Aktuell führe ich zwei Deutsche Wachtelhunde, eine vielseitige und leistungsstarke Jagdhunderasse, die besonders für Bewegungsjagden geeignet ist.
Die Führung von Jagdhunden bedeutet für mich weit mehr als den praktischen Einsatz bei der Jagd. Sie basiert auf Vertrauen, Konsequenz, Einfühlungsvermögen und einem tiefen Verständnis für das Verhalten von Wild und Hund. Die tägliche Arbeit mit meinen Deutsch Wachtelhunden zeigt mir immer wieder, wie eng eine waidgerechte Jagd mit fundiertem Wissen über Wildbiologie, Waldökologie und natürliche Zusammenhänge verbunden ist.
Mein jagdliches Verständnis ist geprägt von einer waldbaulich orientierten Jagd. Als Mitglied im Ökologischen Jagdverband Nordrhein-Westfalen (ÖJV NRW) sowie in der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) setze ich mich für eine Jagd ein, die den Aufbau stabiler, artenreicher und klimaanpassungsfähiger Wälder unterstützt.
Gerade angesichts des Klimawandels und der tiefgreifenden Veränderungen in den Wäldern der Eifel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wald und Wild von entscheidender Bedeutung. Ziel einer nachhaltigen Jagd muss es sein, Wildbestände so zu regulieren, dass sich natürliche Waldverjüngung entwickeln kann und standortgerechte Baumarten wie Eiche, Buche, Tanne oder andere klimatolerante Baumarten ohne übermäßigen Verbiss aufwachsen können.
Ich verstehe Jagd deshalb nicht nur als Nutzung natürlicher Ressourcen, sondern als wichtigen Bestandteil einer modernen nachhaltigen Landnutzung, des Waldumbaus und des aktiven Naturschutzes. Eine verantwortungsvolle Jagd trägt dazu bei, vielfältige Mischwälder zu entwickeln, die den Herausforderungen des Klimawandels besser gewachsen sind und auch zukünftigen Generationen erhalten bleiben.
Mit Eifelforsten möchte ich Wissen und Erfahrungen rund um die Themen Forstwirtschaft, Waldumbau, Jagd, Wildmanagement, Naturschutz und nachhaltige Nutzung der Wälder in der Nordeifel teilen. Dabei geht es mir darum, fachliche Zusammenhänge verständlich darzustellen und den Dialog zwischen Waldbesitzern, Jägern, Förstern und naturinteressierten Menschen zu fördern.
Neben meiner praktischen Arbeit im Wald sehe ich mich auch als Netzwerker. Der Austausch mit Fachleuten, Waldbesitzern, Jägern und naturverbundenen Menschen ist für mich ein wichtiger Bestandteil, um voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen im Spannungsfeld von Wald, Wild und Mensch zu entwickeln.
Die Zukunft unserer Wälder entscheidet sich durch Wissen, Verantwortung und Zusammenarbeit. Genau dafür steht Eifelforsten: für eine fachlich fundierte Betrachtung von Wald, Jagd und Natur aus der Perspektive der Nordeifel.