
Schneefall kann zu Ast- und ganzen Baumbrüchen im Forst führen, wenn der Schnee schwer genug ist, um die Belastungsgrenze von Ästen oder sogar des Stamms zu überschreiten. Die Hauptfaktoren, die dazu beitragen sind u.a. natürlich das Gewicht des Schnees. Nasser Schnee ist dichter und schwerer als Pulverschnee; er bleibt oft an Ästen haften und belastet diese erheblich. Pulverschnee hingegen ist weniger problematisch, es sei denn, er akkumuliert sich in großer Menge.
Ein weiterer Hauptfaktor ist die Baumart und deren Zustand. Laubbäume sind besonders gefährdet, wenn sie im späten Herbst noch Laub tragen. Die Blätter bieten dem Schnee eine größere Angriffsfläche. Kranke oder alte Bäume mit geschwächten Ästen oder einem instabilen Stamm brechen leichter. Weichholzbäume wie Pappeln oder Weiden haben oft weniger stabile Äste im Vergleich zu Harthölzern.
Wichtigster Hauptfaktor ist aber wohl die Schneemenge und deren Verteilung. Wenn der Schnee ungleichmäßig auf dem Baum verteilt ist, kann dies zu einseitiger Belastung führen, was Brüche begünstigt.
Wind und Wetterbedingungen wie extremer Starkwind kann den Druck auf schneebeladene Äste erhöhen und so Brüche verursachen. Plötzlicher Frost nach einem Schneefall kann Äste starr machen und ihre Flexibilität verringern, wodurch sie leichter brechen.
Auch die Menge der Schneeschichten und der Faktor Zeit spielen eine erhebliche Rolle. Wenn mehrere Schneeschichten (durch aufeinanderfolgende Schneefälle) entstehen und sich verdichten, erhöht das die Belastung.
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