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Im deutschen Holz­markt haben sich die Preise für Ficht­en­holz zulet­zt auf ein his­torisch hohes Niveau entwick­elt. Vor allem im laufend­en Jahr 2026 verze­ich­nen Waldbe­sitzer für qual­i­ta­tive Ficht­en­stamm- und Rund­holz­sor­ti­mente neue Reko­rd­preise, die deut­lich über dem langjähri­gen Durch­schnitt liegen – auch für Regio­nen wie die Norde­ifel, wo Ficht­enbestände ein wichtiger Bestandteil der Forstwirtschaft sind. Die Preisen­twick­lung ist dabei ein Spiegel­bild der stark anges­pan­nten Liefer­si­t­u­a­tion und der hohen Nach­frage in der Sägein­dus­trie und im Export­geschäft.

Auf dem deutschen Holz­markt wur­den Anfang 2026 für hochw­er­tige Ficht­en­stammholz­sor­ti­mente der Güteklasse B/C im führen­den Sor­ti­ment B 2b+ durch­schnit­tliche Net­to­preise zwis­chen 129 € und 132 € pro Fest­meter (m³) erzielt – und das oft noch darüber, je nach Region und Ver­trags­be­din­gun­gen. Damit liegen die Preise deut­lich über dem Niveau ver­gan­gener Jahre und markieren neue Höch­st­stände.

Diese Preis­steigerung ist keine isolierte regionale Erschei­n­ung, son­dern Teil eines bun­desweit spür­baren Trends, der auch die Norde­ifel bet­rifft. In Nor­drhein-West­falen, zu dem die Norde­ifel gehört, waren bere­its im August 2025 Ver­tragsab­schlüsse mit Preisen um 133 € pro m³ für Ficht­en­holz B/C möglich, was zeigt, dass lokale Anbi­eter dur­chaus Preise im oberen Bere­ich des derzeit­i­gen Pre­is­fen­sters erzie­len kon­nten.

Ursachen für die hohen Preise sind vor allem die geringe Ver­füg­barkeit von qual­i­ta­tiv hochw­er­tigem Ficht­en­holz und eine starke Nach­frage, sowohl im Inland als auch im Export. Lief­er­eng­pässe entste­hen, weil weniger Käfer- oder Sturmholz auf dem Markt ange­boten wird und frisches Rund­holz knapp bleibt. Gle­ichzeit­ig steigt der Bedarf der Sägew­erke, was den Wet­tbe­werb um ver­füg­bare Holz­men­gen ver­schärft.

Für weniger hochw­er­tige Sor­ti­mente oder stark astiges Holz wer­den zwar niedrigere Preise erzielt, doch auch Indus­trie- und Energierund­holz prof­i­tiert inzwis­chen von der anges­pan­nten Mark­t­lage. In manchen Regio­nen Deutsch­lands haben sich in den ver­gan­genen Monat­en preis­liche Band­bre­it­en von etwa 115 € bis über 130 € pro m³ für Qual­itäts­ficht­en­holz etabliert, was die große Span­nweite regionaler Preis­be­we­gun­gen wider­spiegelt.

In der Norde­ifel und angren­zen­den Regio­nen Nor­drhein-West­falens kommt hinzu, dass lokale Absatzwege und regionale Nach­frage den Preis zusät­zlich sta­bil­isieren. Beson­ders Waldbe­sitzer mit gut erschlosse­nen Liefer­we­gen zu Sägew­erken oder Holzhan­del­sor­gan­i­sa­tio­nen kön­nen von dieser Sit­u­a­tion prof­i­tieren, weil die Trans­portkosten rel­a­tiv mod­er­at bleiben und der regionale Wet­tbe­werb um Ficht­en­holz weit­er hoch ist. Ins­ge­samt zeigt die aktuelle Mark­t­lage, dass Ficht­en­holz als Rohstoff derzeit stark nachge­fragt und entsprechend hoch bew­ertet wird – ein Phänomen, das sowohl regionale Beson­der­heit­en als auch gesamtwirtschaftliche Fak­toren im deutschen Holz­markt wider­spiegelt.