Jed­er mag da seine eigene Sicht der Dinge haben aber ich halte den Ein­satz von Drohnen bei der Jagd aus ethis­chen, ökol­o­gis­chen und tier­schutzrechtlichen Grün­den für äußerst prob­lema­tisch und sehe ein Ver­bot, wie es das Lan­des­jagdge­setz in Meck­len­burg Vor­pom­mern hat, für drin­gend notwendig. Mein­er Mei­n­ung nach soll­ten Drohnen auss­chließlich für die Kitzret­tung erlaubt sein; hier leis­ten Drohnen-Piloten jedes Jahr her­vor­ra­gende Arbeit und ret­ten unzäh­li­gen Kitzen das Leben. Auch bei der Eval­u­a­tion von Wildbestän­den kann die Drohne eine große sin­nvolle Hil­fe sein.
Doch bei der nor­malen Jag­dausübung sollte hier ein strick­tes Ver­bot auf Bun­de­sebene unser aller Ziel sein — Drohnen bieten einen unfairen Vorteil, da sie Wildtiere müh­e­los aus der Luft ver­fol­gen und lokalisieren kön­nen, was zu ein­er mehr als unethis­chen Jagd führt. Nur weil der ein oder andere Jäger auf natür­liche Weise “nichts an den Boden bekommt” müssen wir nicht deren Unfähigkeit durch High­tech wettmachen. Der Entwurf für das neue Jagdge­setz in Rhein­land-Pfalz sieht aktuell lei­der kein all­ge­meines Ver­bot für Drohnen bei der Jag­dausübung vor. Warum nicht? Wieso hat man dieses wichtige The­ma nicht berück­sichtigt?