Der Som­mer 2025 ver­lief in der Eifel deut­lich trock­en­er als im Vor­jahr und set­zte damit den außergewöhn­lich nieder­schlagsar­men Trend fort, der bere­its im Früh­jahr einge­set­zt hat­te. Schon im Juni fie­len in Nor­drhein-West­falen im Mit­tel nur rund 57 Liter Regen pro Quadrat­meter, was etwa ein Vier­tel weniger war als üblich. Der Juli brachte zwar mehr Schauer, blieb mit durch­schnit­tlich etwa 83 Litern aber immer noch leicht unter dem langjähri­gen Mit­tel. Im Bun­desver­gle­ich gehörte NRW damit zu den trock­eneren Regio­nen. Für die Eifel bedeutete dies, dass von den nor­maler­weise höheren Nieder­schlä­gen in den Mit­tel­ge­birgsla­gen nur wenig zu spüren war – ergiebige Lan­dregen blieben aus, und die weni­gen Schauer kon­nten die Defizite nicht aus­gle­ichen.

Beson­ders sicht­bar wurde diese Trock­en­heit an den Talsper­ren. Die Spe­ich­er­stände der großen Anla­gen wie Olef­t­alsperre und Urft­talsperre lagen bere­its Anfang Juli deut­lich unter den in früheren Jahren gewohn­ten Werten. Statt um die 85 Prozent Füll­stand wie in einem nor­malen Som­mer waren es nur gut 70 Prozent, im Ver­lauf des Julis sanken die Werte sog­ar weit­er. Auch die Rur­talsperre musste ihre Wasser­ab­gaben mehrfach anpassen, um die Unter­läufe zu sta­bil­isieren, da die Zuflüsse schwach blieben. Das zeigt, dass die Wasser­re­ser­ven des Som­mers 2025 deut­lich stärk­er beansprucht wur­den als im Vor­jahr.

Im Ver­gle­ich dazu hat­te der Som­mer 2024 in Nor­drhein-West­falen mit etwa 257 Litern pro Quadrat­meter sog­ar leicht über­durch­schnit­tliche Nieder­schläge gebracht. Damals kam es auch in der Eifel vere­inzelt zu kräfti­gen Gewit­tern und Starkre­genereignis­sen, die die Spe­ich­er auf­füll­ten. Von solchen Lagen blieb der Som­mer 2025 weit­ge­hend ver­schont.

Ins­ge­samt war der Som­mer 2025 in der Eifel also erhe­blich trock­en­er als 2024: mete­o­rol­o­gisch sicht­bar in den deut­lich gerin­geren Nieder­schlagssum­men, hydrol­o­gisch belegt durch sink­ende Talsper­ren­stände und schwächere Abflüsse. In Verbindung mit dem bere­its trock­e­nen Früh­jahr ver­schärfte sich die Sit­u­a­tion zusät­zlich, sodass die Eifel im Som­mer 2025 spür­bar stärk­er unter Trock­en­heit litt als im Jahr zuvor.