
Die Form eines Laubbaums entsteht durch eine Kombination von genetischen, ökologischen und physiologischen Faktoren. Die wichtigsten Faktoren sind u.a. genetisch bedingt. Die Art des Baums (z. B. Buche, Eiche oder Ahorn) bestimmt die Grundform: kugelförmig, säulenförmig, schirmförmig usw. Diese genetischen Informationen legen fest, wie der Baum wächst und verzweigt. Ferner unterscheiden wir unterschiedliche Wachstumsmuster. Hier kennen wir die Apikaldominanz: Der Haupttrieb (Spitze des Baums) wächst oft schneller als die Seitenzweige, was zu einer vertikalen Ausrichtung führt sowie die unterschiedlichen Verzweigungsmuster: Laubbäume haben unterschiedliche Verzweigungsarten, z. B. wechselständig, gegenständig oder quirlig.
Auch verschiedene Umweltbedingungen wie z.B unterschiedliche Belichtung beeinflussen die Form: Bäume passen ihre Krone an die Lichtverhältnisse an. In dichten Wäldern wächst der Baum oft schmal und hoch, um Licht zu erreichen. In offenen Bereichen wird die Krone breiter. Auch Wind und Wetter spielen hier einet entscheidende Rolle: Starke Winde können die Form beeinflussen, indem sie Äste in eine Richtung wachsen lassen oder brechen. Auch die Bodenbeschaffenheit beeinflusst die Form nicht unerheblich: Nährstoffreicher oder ‑armer Boden beeinflusst die Wuchskraft und die Größe des Baums. Ferner bilden Temperatur und Klima wichtige Faktoren. Bäume in kalten Regionen sind oft kompakter, während sie in warmen Regionen ausladender wachsen.
Wachstum und Alter dürften mit eine der wichtigsten Einflüsse bilden. Junge Bäume haben oft eine symmetrischere Form, während ältere Bäume durch äußere Einflüsse und Verletzungen asymmetrisch werden können.
Auch die Interaktionen mit der Umgebung wirkt sich stark auf die Form eines jeden Baumes aus. Konkurrenz mit anderen Pflanzen um Licht, Wasser und Nährstoffe beeinflusst die Form. Beschädigungen durch Tiere, Menschen oder Naturereignisse (z. B. Blitzeinschläge, Sturm) können die Wuchsform verändern.
Die typische Form eines Laubbaums ist also das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von inneren (genetischen) und äußeren (Umwelt-)Faktoren.
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