Viele Forst­bau­marten ver­tra­gen keine Staunässe oder dauer­haft nasse Böden, da solche Bedin­gun­gen den Gasaus­tausch in den Wurzeln ein­schränken und zu Wurzelfäule führen kön­nen. Hier sind einige Bau­marten, die empfind­lich gegenüber nassen Böden sind.

Bei den Laub­bäumen sind dies beispiel­weise die Rot­buche (Fagus syl­vat­i­ca); sie bevorzugt gut durch­läs­sige Böden und ist sehr empfind­lich gegenüber Staunässe. Oder auch die Hain­buche (Carpi­nus betu­lus); sie mag frische bis mäßig trock­ene Böden, aber keine stau­nassen Stan­dorte. Fern­er gibt es die Eiche (Quer­cus robur und Quer­cus petraea). Die Stiele­iche verträgt zeitweise Über­schwem­mung, aber Traubene­iche nicht. Auch der Spitza­horn (Acer pla­tanoides) bevorzugt tief­gründi­ge, gut drainierte Böden und verträgt keine dauer­haft nassen Wurzeln.

Bei den Nadel­bäu­men sind dies beispiel­weise die Fichte (Picea abies); ist sehr empfind­lich gegenüber Staunässe und bevorzugt frische bis mäßig trock­ene Böden. Fern­er ken­nen wir die Kiefer (Pinus sylvestris); sie mag trock­ene bis frische Böden und verträgt auch keine Staunässe. Auch die Tanne (Abies alba) hat ein Prob­lem mit Staunässe. Sie benötigt frische, aber gut durch­läs­sige Böden und lei­det auf nassen Stan­dorten.

Wenn der Boden an einem Stan­dort dauer­haft nass ist, sind feuchtere­sistente Bau­marten wie Erlen (Alnus gluti­nosa), Eschen (Frax­i­nus excel­sior) oder Pap­peln (Pop­u­lus spp.) bess­er geeignet. Auch die Wei­de (Sal­ix spp.) kann gut auf nassen Böden gedei­hen.

Soll­test man für eine Auf­forstung pla­nen, ist es wichtig, eine Bode­n­analyse durchzuführen, um die Stan­dorteigen­schaften opti­mal zu berück­sichti­gen.