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Das Wild, das bei uns in der Eifel den höch­sten Schaden im Wald verur­sacht, ist in der Regel das Rehwild (Capre­o­lus capre­o­lus). Allerd­ings kön­nen auch andere Wildarten wie das Rotwild erhe­bliche Schä­den verur­sachen. Begin­nen wir aber mit dem Rehwild. Typ­is­che Schä­den sind der Ver­biss an jun­gen Trieben, Knospen und Blät­tern von Laub- und Nadel­bäu­men. Die Fol­gen sind die Beein­träch­ti­gung der natür­lichen Wald­ver­jün­gung, Verän­derung der Bau­marten­zusam­menset­zung. Ursäch­lich sind meist eine zu hohe Pop­u­la­tions­dichte.
Auch das Rotwild (Cervus ela­phus) kann erhe­blichen Schaden anricht­en. Neben Ver­biss sprechen wir hier von soge­nan­nten Schälschä­den an der Rinde der Bäume. Die Fol­gen sind let­z­tendlich das Abster­ben der Bäume. Schwarzwild (Sus scro­fa) verur­sacht forstlich keine Schä­den; ganz im Gegen­teil sor­gen Boden­ver­wun­dun­gen für verbessertes Wach­s­tum von Keim­lin­gen.

Ein zu hoher Wildbe­stand ist ein häu­figer, aber nicht der einzige Grund für das Aus­bleiben von Naturver­jün­gung. Eine erfol­gre­iche Ver­jün­gung hängt von einem Zusam­men­spiel aus Wild­dichte, Lichtver­hält­nis­sen, Boden­qual­ität, Kli­ma und Bewirtschaf­tung ab. Ziel­gerechte Jagd und waldökol­o­gis­che Pla­nung sind entschei­dend, um natür­liche Ver­jün­gung zu ermöglichen.